"Lee Kras­ner" vom 11. Oktober 2019 bis 12. Januar 2020 in der SCHIRN

 

Sie ist eine Pionie­rin des Abstrak­ten Expres­sio­nis­mus in den USA, die Künst­le­rin Lee Kras­ner (1908–1984). Nach mehr als 50 Jahren ist ihr Werk in einer großen Retro­spek­tive wieder in Europa zu sehen. Die Ausstel­lung zeigt Kras­ners Gesamt­werk, das ein halbes Jahr­hun­dert umfasst, und vereint Leih­ga­ben aus inter­na­tio­na­len öffent­li­chen und priva­ten Samm­lun­gen: Selbst­por­träts aus den 1920er-Jahren, Aktdar­stel­lun­gen in Kohle, Werk­grup­pen, wie etwa die streng geome­tri­schen Little Images oder wegwei­sende Gemälde der Prophecy-Reihe aus den 1940er- und 1950er-Jahren, expe­ri­men­telle Haupt­werke der Umber- und Primary-Serie der 1960er-Jahre und späte Colla­gen der 1970er-Jahre.

Lee Krasner, Combat, 1965, National Gallery of Victoria, Melbourne, Felton Bequest, 1992 (IC1-1992). © VG Bild-Kunst Bonn, 2018 & The Pollock-Krasner Foundation/ ARS, New York. Licensed by Copyright Agency, 2018.

Als Toch­ter einer aus Russ­land einge­wan­der­ten Fami­lie wurde Lee Kras­ner 1908 in Brook­lyn, New York gebo­ren. Bereits zu High-School-Zeiten nahm sie Kunst­un­ter­richt, studierte an der Natio­nal Academy of Design und ging später an die Hans Hofmann School of Fine Arts. Sie war Mitglied der Ameri­can Abstract Artists und pflegte Freund­schaf­ten zu Ray Eames, Willem de Koon­ing und Franz Kline. Lange stand Kras­ners Kunst im Schat­ten ihres Ehemanns Jack­son Pollock, der mit seinen Drip Pain­tings einer der Haupt­ver­tre­ter des Action Pain­ting ist. Beide lebten und arbei­te­ten in einem einfa­chen Holz­haus in Springs, Long Island – Kras­ner im Wohn­zim­mer und in einem Zimmer im ersten Stock, Pollock in einer umge­bau­ten Scheune. Nach dessen frühem Tod bei einem Auto­un­fall 1956 entschied sich Kras­ner, Pollocks Atelier zu nutzen, und leitete damit eine neue Phase ihrer künst­le­ri­schen Karriere ein. Erst­mals konnte sie auf monu­men­ta­len, nicht aufge­zo­ge­nen Lein­wän­den arbei­ten. Es entstan­den einige ihrer bedeu­tends­ten Werke.

Digitorial: https://www.schirn.de/leekrasner/digitorial/

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